Maschinentechnologie & Digitalisierung

Forschungsprojekte...

Variabler Nadelversatz beim Tuftingprozess

Projektpartner:

Auf Basis der DSGVO bedanken wir uns anonymisiert bei allen Teilnehmern des Projektbegleitenden Ausschusses für die konstruktive Zusammenarbeit, Bereitstellung von Versuchsmaterialien und wertvollen Hinweise im Rahmen des Projektes.

Durch Know-how und fachliche Kompetenz haben diese Firmen wesentlich zum Gelingen des Forschungsvorhabens beigetragen.

Ziel des Forschungsprojektes:

Das Ziel dieses Forschungsprojektes war es, ein neues Verfahren zur Musterung im Tuftingprozess zu entwickeln, das einen variablen Nadelversatz zwischen zwei getrennten Nadelsystemen ermöglicht. Dieses Verfahren soll bei der Positionierung der Nadeln die gleiche Präzision ermöglichen wie eine einreihige Nadelbarre. Hierzu werden drei wesentliche Ziele verfolgt:

  • Generierung eines zusätzlichen Freiheitsgrads einer geteilten Nadelbarre (Separieren der Nadelreihen)
  • Reduzierung der bewegten Massen der Nadelbarren und Lagerungen

Entwicklung neuer, flexibler Strukturen für funktionsintegrierte Bauteile, mit denen verschleiß- und spielbehaftete mechanische Lager ersetzt werden können

Ergebnisse:

Durch die Einführung eines flexiblen Führungselementes aus Faserverbundmaterial konnten die Nadelreihen separiert und so ein zweiter Freiheitsgrad für eine flexible Nadelbarre generiert werden. Die Führung wurde als biegeelastisches Federelement aus Faserverbundkunststoff (FVK) in Form eines gestreckten Omegas realisiert. Für das Federelement wurde ein Lastenheft erstellt. Dies berücksichtigt u.a. den zur Verfügung stehenden Bauraum, Montierbarkeit, Entformung nach der Fertigung.

 

 

Als Konzept zum Generieren der Bewegung wurde eine Variante aus Pleuel und Exzenter gewählt. Darüber konnte eine Verstellung des Nadelabstands sowohl manuel mit Hilfe einer Steuerstange, als auch motorisch, durch einen Schrittmotor, ermöglicht werden.

Das neue System wurde auf einer Tuftingmaschine im Technikum des TFI im Betrieb getestet. Die Versuche zeigten, dass mit der Technik zweier geteilter Nadelbarren, die über ein flexibles Element miteinander verbunden und so gegeneinander verstellbar sind, eine neue Anordnung der Polnoppen möglich ist. Damit ergibt sich nicht nur die Möglichkeit neuer Musterungen, sondern auch eine dichtere Noppenstruktur. Die dichte Polnoppenstruktur ist vor allem bei Waren, die verformt werden, von Vorteil.

 

Projekt:

  • IGF 19049 N
  • Laufzeit:

Danksagung:

Das IGF-Vorhaben „Variabler Nadelversatz beim Tuftingprozess“ 19049 N der Forschungs­vereinigung Forschungs­kuratorium Textil e.V., Reinhardtstraße 12 – 14, 10117 Berlin wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundes­tages gefördert.“

 
 

Verifizierung

Ihr Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Dirk Hanuschik

Tel.: +49 (0)241 9679-145
E-Mail an Herrn Hanuschik

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