Werkstoffe & Nutzungsverhalten

Forschungsprojekte...

(Projekt in Bearbeitung)

Zur Überprüfung der Personenaufladung durch die Begehung von Bodenbelägen werden zwei Normen angewendet: EN 1815 für elastische und Laminatbodenbeläge und ISO 6356 für textile Bodenbeläge. Diese wurden in den 1970er Jahren für die damaligen Produkte entwickelt, die sich deutlich von den heute am Markt befindlichen unterscheiden.

Die Prüfbedingungen der beiden Normverfahren unterscheiden sich in wesentlichen Punkten:

  • Sohlenmaterial,
  • Untergrund und
  • Art und Weise der Begehung.

Dennoch gilt für beide ein gleicher Grenzwert für die Personenaufladung. Die Reproduzierbarkeit bei Prüfung der antistatischen Eigenschaften ist damit nicht sicher gestellt. Dies birgt eine rechtliche Unsicherheit für den Hersteller bis hin zu Reklamation, Rückbauten und Schadenersatz. Weiterhin sind die zur Prüfung vorgegebenen Sohlenmaterialien nur schwer oder gar nicht verfügbar, da sie in der Entwicklung der betreffenden Normen nicht über eine für das betreffende Produktspektrum repräsentative Zusammensetzung definiert wurden. Zudem eignen sich die vorgegebenen Konditionierungsbedingungen (Luftfeuchte, Temperatur) nicht für eine Produktionskontrolle vor Ort.

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(Projekt in Bearbeitung)

Mit dem in der klassischen Rückenbeschichtung textiler Bodenbeläge seit vielen Jahren verwendeten Flammschutzmittel Aluminiumtrihydroxid in seiner üblichen Form werden diese Anforderungen nicht oder nur schwer erfüllt.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, durch den Einsatz umweltfreundlicher, toxikologisch unbedenklicher, halogenfreier Hochleistungsmetallhydroxide im Submikronbereich das Brandverhalten in den Bereichen Objektbodenbelag, dekorative Wand- und Deckenbekleidung und Bodenbeläge in Schienenfahrzeugen zu erfüllen und zu verbessern. Der Begriff „submikron“ steht für einen Partikelgrößenbereich von 100 – 500 nm. Vertreter der Hochleistungsmetallhydroxide sind Aluminiumhydroxid in den Modifikationen Aluminiumtrihydoxid (ATH), Aluminiumoxidhydroxid (AOH) sowie Magnesiumhydroxid (MDH).

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(Projekt in Bearbeitung)

Fest installierte Heimtextilien wie Möbelstoffe und textile Bodenbeläge sind besonders stark sogenannten Kontaktanschmutzungen ausgesetzt, lassen sich jedoch nur sehr aufwändig reinigen. Häufig erfolgt ein Austausch dieser Heimtextilien aufgrund von Verschmutzungen und nicht aufgrund von Verschleiß.

Um die Lebensdauer durch eine verringerte Anschmutzneigung zu verlängern, können diese Textilien mit schmutzabweisenden Ausrüstungen ausgestattet werden. Derzeit werden dafür üblicherweise Fluorcarbonverbindungen eingesetzt.

Die Europäische Kommission gelangte jedoch zu der Auffassung, dass mit der Herstellung, der Verwendung oder dem Inverkehrbringen von Perfluoroctansäure (PFOA), ihren Salzen und Vorläuferverbindungen ein nicht hinnehmbares Risiko für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt verbunden ist und veröffentlichte deshalb am 14.6.2017 die Verordnung (EU) 2017/1000 mit dem Ziel der Änderung des Anhanges XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006. Für die Anwendung der Beschränkung gilt eine Übergangsfrist von 3 Jahren. Erzeugnisse, wie z.B. Heimtextilien, mit einer Konzentration ≥ 25 ppb PFOA und ihren Salzen dürfen ab dem 4.7.2020 nicht mehr in Verkehr gebracht werden

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(Projekt abgeschlossen)

Ziel des Projektes ist die Herstellung und Minimalapplikation von superstabilen Schäumen auf Basis von Hydrophobinen, um fluorcarbonhaltige Medien bei der Anti-Schmutzausrüstung von textilen Bodenbelägen und Heimtextilien zu ersetzen und eine dauerhafte und nachhaltige Schmutzabweisung von textilen flächengebilden mittels Hydrophobierung zu erreichen. Derartig ausgerüstete Textilien werden eingehend auf ihre veränderten Oberflächen-, Anschmutz- und Wascheigenschaften hin untersucht.

In einem weiteren Schritt sollen die entwickelten Schäume auch hinsichtlich ihrer Nutzung als Reinigungsschäume getestet werden. Aufgrund der hervorragenden Haftungseigenschaften der Hydrophobine wird bei einer Reinigung auch zugleich eine Neuausrüstung der Oberfläche mit einer Hydrophobinlage erreicht. Im Gegensatz zu einer Reinigung mit Tensiden, die leicht wieder mit Wasser abgespült werden können, stellt dies einen deutlichen Vorteil dar.

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(Projekt abgeschlossen)

In einem abgeschlossenen IGF-Projekt konnte u. a. ermittelt werden, dass das Thermofixieren von Polyamidgarnen einen negativen Einfluss auf deren Lichtechtheit haben kann. Gerade Objektbeläge werden jedoch häufig mit thermofixierten Polgarnen verarbeitet, weil durch diese Behandlung Garnkräuselung, Bauschverhalten und Wiedererholungsvermögen der Polgarne im Hinblick auf hohe mechanische Belastungen dauerhaft fixiert werden können. Ziel dieses Projektes war die Entwicklung einer Methodik zur Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Thermofixierung und Lichtechtheit an Polyamidgarnen. Durch ein genaueres Verständnis der Zusammenhänge soll es den Beteiligten der Prozesskette textiler Bodenbeläge (Garnherstellung, -veredlung, -färbung, Herstellung der Bodenbeläge) ermöglicht werden, optimierte Produkte zu realisieren.

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Verifizierung

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