Werkstoffe & Nutzungsverhalten

Forschungsprojekte...

Entwicklung eines Äquivalenzaufladungsverfahrens zur einheitlichen, schnellen und personenunabhängigen Bewertung der elektrostatischen Personenaufladung von Bodenbelägen mit langlebigen Referenzmaterialien (E-StatWalk)

Projektpartner:

Auf Basis der DSGVO bedanken wir uns anonymisiert bei allen Teilnehmern des Projektbegleitenden Ausschusses für die konstruktive Zusammenarbeit, Bereitstellung von Versuchsmaterialien und wertvollen Hinweise im Rahmen des Projektes.

Durch Know-how und fachliche Kompetenz haben diese Firmen wesentlich zum Gelingen des Forschungsvorhabens beigetragen. 

Ziel des Forschungsprojektes:

Zur Überprüfung der Personenaufladung durch die Begehung von Bodenbelägen werden zwei Normen angewendet: EN 1815 für elastische und Laminatbodenbeläge und ISO 6356 für textile Bodenbeläge. Diese wurden in den 1970er Jahren für die damaligen Produkte entwickelt, die sich deutlich von den heute am Markt befindlichen unterscheiden.

Die Prüfbedingungen der beiden Normverfahren unterscheiden sich in wesentlichen Punkten:

  • Sohlenmaterial,
  • Untergrund und
  • Art und Weise der Begehung.

Dennoch gilt für beide ein gleicher Grenzwert für die Personenaufladung. Die Reproduzierbarkeit bei Prüfung der antistatischen Eigenschaften ist damit nicht sicher gestellt. Dies birgt eine rechtliche Unsicherheit für den Hersteller bis hin zu Reklamation, Rückbauten und Schadenersatz. Weiterhin sind die zur Prüfung vorgegebenen Sohlenmaterialien nur schwer oder gar nicht verfügbar, da sie in der Entwicklung der betreffenden Normen nicht über eine für das betreffende Produktspektrum repräsentative Zusammensetzung definiert wurden. Zudem eignen sich die vorgegebenen Konditionierungsbedingungen (Luftfeuchte, Temperatur) nicht für eine Produktionskontrolle vor Ort.

 

Das Ziel dieses Projektes ist es daher, durch die Erarbeitung der Zusammenhänge zwischen Substrat (textiler Belag, Laminat oder Sohlenmaterial), Konditionierungsbedingungen und Messaufbau die Basis für ein einheitliches, maschinengebundenes, jedoch zum aktuellen Begehtest konsistentes Messverfahren für die Bewertung der Personenaufladung zu schaffen. Das daraus resultierende methodische Vorgehen für eine direkte Produktionskontrolle der Personenaufladung erhöht die rechtliche Sicherheit von Bodenbelags- und Schuhherstellern sowie die Aussagekraft und Vergleichbarkeit von Prüfergebnissen.

Teilergebnisse sind:

  • langfristig verfügbaren Referenzmaterialien;
  • Personenunabhängigkeit;
  • Produktionsnähe;
  • Übertragbarkeit vorhandener Ergebnisse.

Der unmittelbare Nutzen für Bodenbelagshersteller liegt somit in

  • der Reduzierung externer Prüfkosten
  • der Entwicklung optimierter oder neuer Produkte

der Vermeidung von Reklamationen mittels direkter Produktionskontrolle.

Projekt:

  • IGF 19970 BG
  • Laufzeit: 01.01.2018 bis 30.06.2020

Danksagung:

Das IGF-Vorhaben 19770 BG der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e.V., Reinhardtstraße 12-14,10117 Berlin wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und –entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

 
 

Verifizierung

Ihr Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Sophia Gelderblom

Tel.: +49 (0)241 9679-144
E-Mail an Frau Gelderblom

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